Nachhaltigkeit

Schaltet man heute den Fernseher ein, schlägt die Zeitung auf, schaut ins Internet oder in die Sozialen Kanäle wie Facebook, Twitter und Co., dann möchte man am liebsten schreien: „Scotty beam me up“! Denn vom Weltall aus betrachtet, wirkt unser Planet eben immer noch so wunderschön blau, sauber und friedvoll. Doch dort oben, beim Blick in die unendliche Weite des Universums, muss einem wohl auch nur allzu deutlich bewusst werden: „there is no planet B“– keine andere Welt, in der wir leben können.

Zurück in unserer mischt die junge Greta Thunberg mit ihrer „Fridays for Future“-Bewegung gerade mächtig Zivilgesellschaft, Medien, Politik und Wirtschaft mit genau dieser Botschaft auf. Der Mensch, vor allem der erwachsene, betreibt Raubbau an der Umwelt und schert sich nicht um die langwierigen Folgen seines Tuns. Die Zeche zahlen andere, nämlich die kommenden Generationen. Das ist keine neue Erkenntnis.

 

Neu ist allerdings: Die Schülerin hat damit etwas geschafft, was vielen anderen bisher nicht gelang – weltweit Menschen, insbesondere die Jugend, zu mobilisieren und für ein Umdenken auf die Straße zu gehen.

Der öffentliche Druck zeigt Wirkung – es bewegt sich was. Chapeau!

 

Neben dem Klimawandel, den die Schwedin in den Vordergrund stellt, ist die massive Umweltbelastung durch Plastikmüll eines der drängendsten Themen der Gegenwart. Und auch hier war das Bewusstsein für nachhaltiges Handeln selten so groß wie zur Zeit.

 

Vor allem Bilder von verendeten Meeressäugern und Vögeln mit allen möglichen Kunststoffabfällen in ihren Mägen haben eine nicht unerhebliche Wirkung gezeigt. Am Ende dieser Nahrungskette steht schließlich der Mensch. Und diesem bleibt bei diesem Gedanken beim nächsten Fischrestaurant-Besuch der Bissen im Halse stecken. Und so haben Bundesregierung und EU-Kommission den Plastikmüllbergen mittlerweile den Kampf angesagt.

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Einflüsse von Kunststoff in der Umwelt

Wie bei Treibhausgasen und CO2-Emissionen ist die Verschmutzung durch Plastik ein globales Problem – und ein ebenso komplexes. Kunststoffe haben eine äußerst lange Lebensdauer in der Umwelt. Das fängt bei der Herstellung an, geht über den Handel und Endverbraucher bis hin zur Entsorgung. An jedem dieser Punkte ließe sich ansetzen und etwas verbessern. Und hierfür – da sind sich alle Experten einig – ist es allerhöchste Zeit. Beim einzuschlagenden Weg gibt es allerdings Differenzen. 

 

Im Moment landet jede Minute ein Mülllaster mit Plastik im Meer. Aktuellen Prognosen zufolge wird sich die jährliche Plastikproduktion von derzeit 311 Millionen Tonnen in den kommenden 20 Jahren verdoppeln. Bis heute hat die Welt den Planeten mit unfassbaren 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff überzogen. 

Demgegenüber steht eine jährliche Recyclingquote von gerade mal 14 Prozent. Die fünf größten Verursacher des Plastikmülls in den Weltmeeren sitzen in Südostasien – es sind: China, Indonesien, Thailand, Vietnam und die Philippinen. In diesen Ländern fehlen professionelle Abfallwirtschaftssysteme sowie das notwendige Bewusstsein für die Situation. In den meisten Industrienationen, insbesondere in Deutschland, ist die Verwertungsquote relativ hoch. Dennoch kein Grund sich zurückzulehnen.

 

Deutschland ist Europameister im Wegwerfen. Durchschnittlich 220 Kilogramm Verpackungsmüll verursacht jeder Bundesbürger im Jahr. Rund ein Drittel des Abfalls, der in der gelben Tonne landet, gilt nach wie vor als „nicht recyclingfähig"– er ist zu stark verschmutzt oder besteht aus Verbundmaterialien, das heißt ihm wurden Zusatzstoffe (Additive) wie Flammschutzmittel, Stabilisatoren, Weichmacher und ähnliches hinzugefügt. Diese aber wiederum sind nur schwer voneinander zu trennen. Anstatt aber bessere Sortieranlagen zu entwickeln, war es bislang günstiger, den Plastikmüll einfach zu verbrennen – oder ihn eben in diese asiatischen Schwellenländer zu exportieren.

China hat mittlerweile ein Importstopp verhängt. In Malaysia und Indonesien hat die deutsche Entsorgungsbranche neue Abnehmer gefunden. Zwar ist die Ausfuhr von Plastikabfall aus Deutschland nur erlaubt, wenn er im Zielland recycelt wird, aber unter anderem Greenpeace hat nachgewiesen, dass unsortierte und schwer recycelbare Kunststoffabfälle zur Plastikvermüllung in Entwicklungsländern beitragen.

 

Dabei sollte es in einem Land, dass sich Recycling-Weltmeister nennt und für seine Ingenieurskunst rühmt, genügend Mittel und Wege zur technologischen Entwicklung besserer Recycling-Anlagen geben. 

Mit der Zersetzung des Kunststoffabfalls auf den Müllhalden dieser Welt beziehungsweise der Verklappung der Plastikprodukte im Meer, beginnt ein weiterer folgenschwerer Prozess. Der Werkstoff löst sich mit der Zeit in kleinere/kleinste Partikel auf. Man spricht dann von Mikroplastik (wissenschaftlich noch nachweisbar) oder sogar Nanoplastik (nicht mehr nachweisbar) – beides ist überhaupt nicht recycelbar. Beides gelangt aber durch die Nahrungskette in den menschlichen Organismus – und das nicht nur in Südostasien, sondern auch bei uns. 

Mikroplastik oder Nanoplastik entstehen aber nicht allein durch die oben genannten Prozesse. Weitaus weniger bekannt, dafür aber die Hauptquellen der Emissionen in den westlichen Industrienationen sind Abrieb bei Reifen oder Gummisohlen, die Verwitterung von Farben oder das Waschen synthetischer Kleidung. Ganz zu schweigen von den vielen Kosmetikartikeln, die die Partikel für den peelenden oder abreibenden Effekt einsetzen.

Berichte über Funde von Mikroplastik in Lebensmitteln wie Honig, Trinkwasser, Bier und Softdrinks hat es bereits gegeben. Die gesundheitlichen Risiken für den Menschen können noch nicht genau bestimmt werden. Ebenso fehlt es derzeit an zuverlässigen Messverfahren, um derart kleine Teilchen mit einer Größe unter 10 Mikrometer nachzuweisen. Ein schöner Gedanke ist dies nicht.

Organisationen/Projekte zur Verbesserung der Kunststofflage

Die noch wenig erforschten Folgen von Kunststoffen in der Umwelt und darüber hinaus bewegen die Menschen. Und nicht erst seit Greta Thunberg „erfreut“ sich das Thema einer wachsenden Aufmerksamkeit. So stieg in den vergangenen Jahren auch das Feld der Akteure, die zur Lösung des Problems beitragen wollen. So vielschichtig das Problem, so unterschiedlich sind auch deren Ansätze. Exemplarisch seien hier einige wichtige genannt:

  Ellen MacArthur Foundation

 

Die 2010 gegründete Ellen MacArthur Foundation hat es sich zum Ziel gesetzt, Impulse für ein langfristig funktionierendes Kunststoffsystem zu geben, das auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft fundiert. Dabei konzentriert sie sich auf Verpackungsmaterialien und setzt auf eine neue Denkweise. Kunststoffe sollen als effektiver Materialfluss in einer Kreislaufwirtschaft gesehen werden. Plastik soll erst gar nicht in die Umwelt gelangen. Hierzu bedarf es laut der Stiftung eines Umdenkens in der Art und Weise wie Kunststoffe gestaltet, hergestellt, verwendet und wiederverwendet werden. Ein solches System setzt bestimmte Qualitätsstandards bei Kunststoffen voraus. Sie müssten relativ sortenrein sein und auf Additive verzichten. Müllsammlung und -trennung sowie die Recycling-anlagenmüssten perfektioniert werden. Zur Erreichung dieser Ziele hat die Foundation ein breit gefächertes Netzwerk mit Unternehmen, Wissenschaftlern, politischen Entscheidungsträgern, Designern und Innovatoren aufgebaut. Ihr Ansatz ist global. 

  Oak Foundation

 

Die 1983 gegründete Familienstiftung setzt sich mit ihrem Umweltprogramm gegen die Vermüllung der Weltmeere ein. Mit anderen NGOs ist sie Teil der Kampagne #breakfreefromplastic. Mit ihrer Arbeit will sie Erreichen, dass weniger Plastik produziert und konsumiert wird. Hierfür soll das Bewusstsein bei Verbrauchern und Unternehmen geschärft werden. Außerdem unterstützt sie die Erforschung von Messsystemen zum Nachweis der Menge an Plastikemissionen ins Meer. Kollaborationen mit Konsumgüterhersteller und Handelsunternehmen helfen ihr dabei. 

  Zero Waste Europe

 

Der Name verrät es eigentlich schon. Der Organisation geht es um die Reduzierung nicht nur von Plastik, sondern von Abfällen generell. Dabei versteht sie sich als „Policy Maker“. Von Brüssel aus steuerte sie bereits zahlreiche Kampagnen, um ihr Null-Abfall-Ziel mit Druck auf die Politik zu implementieren. Recycling stellt für Zero Waste nicht die alleinige Lösung dar. Vielmehr will es eine Politik der Prävention und unterstützt alternative Geschäftsmodelle wie essbare Strohhalme. Für Unternehmen aber auch Staaten sollen Anreize geschaffen werden, weniger Plastik zu produzieren und mehr zu recyceln. Dafür bedarf es laut der  Organisation auch die Verbesserung der Recyclingfähigkeit durch höhere und einheitliche Qualitätsstandards.
 

  Fraunhofer UMSICHT

 

Das Forschungsinstitut beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Herstellung und Anwendung von Kunststoffen und den damit verbundenen Herausforderungen. Arbeitsschwerpunkte sind dabei Biokunststoffe und Recycling. In einer Metastudie zum Thema Kunststoff in der Umwelt hat das Institut herausgearbeitet, dass ein hoher Anteil der Mikroplastikemissionen durch den Abrieb bei Autoreifen entsteht. Es plädiert für die Reduzierung durch bessere und langlebigere Materialien sowie die Verbesserung der Kreislaufwirtschaft. Neben der Industrie nimmt das Institut auch die Zivilgesellschaft in die Pflicht, ihre Verhaltensweisen maßgeblich zu ändern.

  Ocean Conservancy

 

Die NGO wurde bereits 1972 gegründet und setzt sich seitdem allgemein für den Schutz der Meere ein. Schwerpunkt ist allerdings das Thema Kunststoff und Umwelt. Seit vielen Jahren organisiert die Vereinigung den „International Coastal Cleanup“, bei dem an einem bestimmten Tag Freiwillige an Küsten und Stränden den Müll einsammeln. Die Aktion liefert auch wichtige Erhebungsdaten. So waren 2017 erstmals alle zehn am häufigsten gefundenen Gegenstände aus Plastik. Mit ihrem Netzwerk „Trash Free Seas Alliance“, zu dem unter anderem Coca-Cola und Dow gehören,  setzt sie sich zudem für die Einführung von Abfallmanagement-Lösungen in Südostasien ein. Ihr ist es wichtig, die die Bevölkerung vor Ort auf diesen Weg mitzunehmen und für das Problem zu sensibilisieren.

UNESCO-Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)

 

BNE versteht sich nicht als Umsetzer von Initiativen. Vielmehr stellt der Verein seine Expertise in der Vermittlung vorhandener und neuer Erkenntnisse zum besseren Umgang, Verwertung und Produktion von Kunststoffen zur Verfügung. Dies geschieht sowohl durch schulische als auch außerschulische Bildungsprogramme sowie die Erwachsenenbildung. Das Programm will damit die ganzheitliche Betrachtung des Plastikproblems auch in Deutschland noch verstärken und die Menschen für den Perspektivwechsel befähigen. 

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)

 

Die Aufgabe der OECD ist es, eine Politik zu fördern, die das Leben der Menschen weltweit in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht verbessert. Aus seinen Erkenntnissen entstehen Handlungsempfehlungen für die Regierungen. Der Think Tank setzt sich demzufolge auch mit der Thematik Plastik auseinander. Die Empfehlungen zur Bewältigung des Problems sind dabei für die Industrienationen andere als für Entwicklungs- oder Schwellenländer. Für erstere stehen hier das Konsumverhalten, die Produktionsmenge und -qualität, das Recycling-System und die politischen Vorgaben auf dem Prüfstand. Bei letzteren sieht die Organisation allein in der Einführung eines funktionieren Abfallwirtschaftssystems einen großen Fortschritt.

PlasticsEurope Deutschland e.V.

 

Der Verband der Kunststofferzeuger vereint 100 Mitgliedsunternehmen, die ca. 90 Prozent der Kunststoffe in der EU produzieren. Er unterstützt die Erhöhung der Recycling-Quoten durch die Förderung der Einführung einheitlicher Qualitätsstandards von kunststoffhaltigen Abfallströmen.
 

Weniger Plastik braucht die Welt – aber wie?

 

Mit steigender Relevanz der Umweltbelastung durch Plastikmüll, wächst also auch die Anzahl der Initiativen und mit ihnen die verschiedenen Lösungsansätze.
Dennoch lassen sich zentrale Konzepte und Herangehensweisen herauskristallisieren.
So fasst eine Studie der Röchling-Stiftung insgesamt sieben Ansätze zusammen.

 

Etablierung geschlossener Stoffkreisläufe und einer möglichst vollständigen Kreislaufwirtschaft

 

Die Grundidee der Kreislaufwirtschaft beschränkt sich nicht nur auf fachgerechtes Recycling. Der Ansatz ist vielmehr von Anfang an auf nachwachsende Rohstoffe zu setzen und Werkstoffe mit langer Funktionsdauer zu entwickeln, die sich auch reparieren lassen. Der maßgebende Leitgedanke lautet hier „geplante Langlebigkeit“. Nach Ende des Produktlebenszyklus‘ kommt natürlich auch der Wiederverwertung große Bedeutung zu. Auch Sharing-Programme und Inzahlungnahme sind Teil dieses Konzepts. Für Produkte, die heute schon diesen Standard nachweisen gibt es zum Beispiel die Cradle-to-Cradle-Zertifizierung.
 

 

Vermeidung und Reduzierung von (kurzlebigen) Kunststoffprodukten

 

Es wäre falsch, den Schwarzen Peter allein der Industrie in die Schuhe zu schieben. Ebenso ändern auch die besten Verwertungsanlagen und höchsten Recyclingquoten nichts am Entstehungsproblem. Für viele lautet die Lösung des Problems deshalb: Vermeidung von Müll.Hierzu braucht es einen grundlegenden Bewusstseinswandel. Millionen Menschen hierzulande haben sich einen Konsum angewöhnt, der die ökologische Folgen komplett ausblendet. Der Coffee to go, die kleine Wasserflasche für Zwischendurch, der in Plastik eingeschweißte Käse – alles so schön bequem.
 

 

Innovationen im Bereich der Verbesserung von Umwelteigenschaften von Kunststoffen und alternativen Materialien

 

Leider weist der Verzicht auf Kunststoffe und der Ersatz durch Glas, Aluminium oder Papier nicht immer die bessere Ökobilanz aus. Auch deshalb setzen viele Akteure auf die Verbesserung der Kunststoffe an sich. In erster Linie heißt das sortenreiner, weniger Additive und eine längere Funktionsdauer durch höhere Beständigkeit zu erzielen. Des Weiteren setzen die Anhänger dieses Konzepts auf biobasierte und bioabbaubare Kunststoffprodukte. 
Zu letzterer Fraktion gehören zum Beispiel Plastiktüten aus Getreide-, Mais- oder Kartoffelstärke. Sie sind allerdings nur industriell unter Zuführung großer Hitze kompostierbar. Geforscht wird auch daran, verschmutzte oder Verbund-Kunststoffe in den Kreislauf mit einzubinden. Anstatt sie zu verbrennen oder in anderen Ländern zu entsorgen, soll aus ihnen neuer Kunststoff entstehen. Zurzeit ist der technische und energetische Aufwand jedoch zu hoch und der Prozess somit ineffizient. Vielversprechender erscheinen ein vollständig kompostierbares Verpackungsmaterial aus Holzfasern, pflanzlichen Abfällen und landwirtschaftlichen Nebenprodukten sowie eines auf Algenbasis.
 

 

Verlängerte Nutzungsdauer von Kunststoffprodukten

 

Bei 74 Prozent der Kunststoffemissionen in Deutschland handelt es sich um Mikroplastik. Sie resultieren aus der Nutzung der Produkte, zum Beispiel durch Abrieb und Verwitterung. Mikroplastik kann im Folgenden zu Nanoplastik fragmentieren, von Pflanzen über ihre Wurzeln aufgenommen und so letzten Endes in unsere Agrarprodukte gelangen oder direkt von den Menschen eingeatmet werden. Viele Organisationen unterstützen deshalb die Forschung auf dem Gebiet der längeren Lebensdauer der Produkte – insbesondere ohne Einsatz von Additiven. Auch gilt es die Elektroindustrie hier mit einzubinden, deren Geräte durchaus beabsichtigt nach einer gewissen Zeitspanne kaputtgehen. Bei Computern können Software-Updates Auch der Verbraucher ist gefragt: Es muss nicht alle ein bis zwei Jahre das neueste oder schickere Handy-Modell sein, obwohl das alte noch voll funktionsfähig ist. 
 

 

Verbesserte Abfallwirtschaftssysteme vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern

 

Zahlreiche Organisationen wie zum Beispiel die Ocean Conservancy glauben, dass angesichts der akuten Krise die größte und schnellste Wirkung mit der Einführung von Abfallmanagementsystemen in den Verursacherländern Südostasiens erzielt werden kann. Auch die Weltbank unterstützt solche Projekte. Für eine professionelle Umsetzung ist aber die aktive Mitwirkung der Bevölkerung unabdingbar.
 

 

Erhöhung der Recyclingquoten

 

Die jährliche Recyclingquote liegt weltweit derzeit bei ca. 14 Prozent. Ganze 72 Prozent der Kunststoffabfälle landet auf legalen oder illegalen Deponien, 14 Prozent werden verbrannt. Das aktuelle Maßnahmenpaket der EU sieht vor, dass Kunststoffverpackungen bis 2030 rezyklierbar sein müssen beziehungsweise wiederverwendet werden können. Auch die Bundesregierung hat mit dem neuen Verpackungsgesetz vom 1. Januar 2019 die Weichen zur Erhöhung der Recyclingquoten gestellt. Kritiker bemängeln jedoch, dass viele Kunststoffprodukte die hohen Anforderungen für die Wiederverwertung nicht erfüllen. Die kunststoffverarbeitende Industrie kann aber nur hochwertige Rezyklate zur Erstellung neuer Materialien verwenden. Es bedarf daher sortenreinerer Ausgangsprodukte, einer sachgemäßeren Mülltrennung, einheitlicherer Qualitätsstandards und besserer Aufbereitungsanlagen.
 

 

Cleanup-Maßnahmen

 

Cleanup-Maßnahmen sind nicht als Teil einer systematischen Lösung anzusehen, da sie in der Regel nur korrektiv und kurzfristig wirken. Sie beseitigen also nicht das Problem, machen es aber sichtbar. Die zahlreichen Aktionen wie unter anderem der „International Coastal Cleanup“, an dem die Zivilgesellschaft aufgerufen ist, Müll an Küsten und Stränden aufzusammeln, dienen in erster Linie dazu, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und hierdurch Druck auf Politik und Wirtschaft zu erzeugen. Gleichzeitig sind sie ein wichtiges Mittel der Datenerfassung. Denn die eingesammelten Objekte (übrigens nicht nur die aus Kunststoff) werden allesamt verzeichnet. So geben Veränderungen in Art und Menge des Aufkommens auch Aufschlüsse über das Konsumverhalten und die tatsächliche Wirkung von Umweltschutzmaßnahmen. Flankiert werden sollten diese und andere Aktionen und Projekte auch durch gezielte Bildungsprogramme mit dem Ziel der Aufklärung und Verhaltensänderung.
 

Zivilgesellschaft – Viele Wege führen nach Rom

 

Im zivilgesellschaftlichen Bereich ist es vor allem Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) sowie gemeinnützigen Stiftungen zu verdanken, dass das Problem „Plastikmüll“ einer breiten Öffentlichkeit zumindest in den Westlichen Nationen bewusst ist. Neben Aufklärungskampagnen und Küstensäuberungs- sowie anderen Freiwilligenaktionen (z.B. Plastic Bag Free Day) initiieren und organisieren sie vor allem auch Bildungs- und Aufklärungsprogramme, die den nachhaltigen Umgang mit Kunststoffen aufzeigen. Diese richten sich verstärkt an junge Menschen, werden aber auch in der Erwachsenenbildung vorangetrieben.

 

Der Verbraucher ist allerdings nur eine Zielgruppe. Gleichzeitig üben viele NGO, auch über die Mobilisierung von Menschen, Druck auf Politik und Wirtschaft aus. Ziel ist es einerseits gesetzliche Verbote gewisser Materialien und Produkte zu erwirken, andererseits aber auch die Industrie selbst zum Verzicht auf bestimmte Produktkomponenten oder Additive zu bewegen. Wiederum andere NGOs wie Zero Waste setzen eher auf eine kooperative Zusammenarbeit mit Regierungen und Unternehmen der Konsumgüterindustrie. Zum gegenseitigen Austausch aber auch zur Finanzierung der Projekte wurden deshalb Netzwerke gegründet. Dies ist vor allem aus der Erkenntnis gewachsen, dass zur Reduktion der Kunststoffabfälle ein systemischer Wandel erforderlich ist. Für diesen müssen alle Akteure, sei es Politik, Wirtschaft oder Zivilgesellschaft, an einem Strang ziehen. Auf diesen kooperativen Weg setzen auch viele Umweltstiftungen, wie die Ellen MacArthur Foundation mit ihrer „New Plastics Economy“-Initiative. 

 

Ansätze und Methodik der beiden Protagonisten ähneln sich (Datengewinnung durch Grundlagenforschung, Erstellung und Verbreitung von Studien, Problembewusstseinsbildung, Bevölkerungsmobilisierung durch Aktionen und Kampagnen, Bildungsprojekte, Förderung von Forschungsprojekten, Aufbau von Netzwerken) – deshalb kommt es nicht von ungefähr, dass NGOs und Stiftungen in vielen Bereichen kollaborieren. 

Wissenschaft – Der Sache auf den Grund gehen

 

Forschung heißt Fortschritt. Es ist deshalb unbestritten, dass insbesondere der Wissenschaft eine bedeutende Rolle in der Bewältigung des Plastikproblems zukommt. Ihre innovativen Entwicklungen und Studien ermöglichen Veränderungen in Produktionsabläufen, Materialbeschaffenheit oder Nutzerverhalten. Aber auch hier bedarf es der Zusammenarbeit und Unterstützung von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. 

 

In Deutschland arbeiten zum Beispiel mehr als 100 Institutionen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Praxis am riesigen Forschungsprojekt „Plastik in der Umwelt“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung mit. Es ist der weltweit größte Forschungsschwerpunkt zur Wirkung von Kunststoffen auf die Natur. Ziel sind bessere Recyclingmöglichkeiten zur Erschaffung eines geschlossenen Kreislaufs. Neben der Reduzierung von Plastikmüll geht es zudem darum herauszufinden, wo überhaupt wie viel Mikroplastik entsteht und wie es in die Umwelt gelangt. Die Erforschung dieses Feldes steckt noch in den Kinderschuhen, ist aber immens wichtig.

 

Es ist nämlich zu befürchten, dass sich zum Beispiel durch Reifenabrieb und Kleidungsfasern bereits größere Mengen von Mikroplastik im Boden und in deutschen Gewässern befinden. Deshalb ist ein Ziel der Forschung auch das Eindringen von Mikroplastik in die Umwelt zu verringern. 

Die hier entwickelten Methoden sollen auch irgendwann in Schwellenländern zum Einsatz kommen. Denn dort wir der Konsum in den kommenden Jahren weiter steigen und mit ihm der Plastikmüll.

Wirtschaft – Ist Selbstverpflichtung genug?

 

Freiwillige Selbstverpflichtung – so lautet derzeit noch die Losung aus der Wirtschaft. Und dies gilt auch hauptsächlich nur für die Konsumgüterindustrie und Handelsunternehmen, die die Verpackungen recyclingfähiger oder kompostierbar machen wollen. Großkonzerne wie Coca Cola oder Danone engagieren sich in Kooperation mit NGOs und Stiftungen außerdem für Forschungsprojekte sowie Projekte in Schwellen- und Entwicklungsländern.

 

Initiativen von Autozulieferern, Baustoffhersteller, der Chemie- und Kautschukindustrie haben eher Seltenheitswert. Dabei ist es gerade der Abrieb bei Reifen, der für einen Großteil der Mikroplastikemissionen sorgt. Deswegen müsste gerade die Gummiindustrie stärker mit eingebunden werden. 

Insbesondere Verbände der kunststoffproduzierenden Industrie sowie der Entsorgungsindustrie regieren positiv auf die Steigerung der Recyclingquoten (Neues Verpackungsgesetz), geben aber dennoch zu bedenken, dass viele abfallwirtschaftlichen Produkte immer noch eine mangelnde Qualität besitzen. Sie setzen sich deshalb auch für einheitliche europäische Qualitätsnormen für zu recycelnde und recycelte Kunststoffprodukte ein. 

Politik – Die balancierende Kraft

 

Die Politik kann mit Regeln und Gesetzen Rahmenbedingen schaffen, die zur Verbesserung der Plastikmüll-Situation beitragen. Die durch das neue Verpackungsgesetz initiierte höhere Recyclingquote ist ein solches Beispiel. Parallel fördern politische Akteure Forschungsprojekte, die zu einer qualitativen Verbesserung der Werkstoffe, der Abfallwirtschafts- bzw. Recyclingsysteme oder der Kenntnislage führen. In demokratischen Ländern sind Regierungen allerdings auf die Mitwirkung aller Akteure angewiesen. Wie so häufig geht dem einen zu schnell, was dem anderen zu langsam voranschreitet. Hier gilt es den Mittelweg zu finden. 


Als erschwerendes Element kommt hinzu, dass es sich bei Plastikmüll um ein globales Problem handelt, das auch nur global gelöst werden kann. Verbote von Einwegprodukten existieren bereits auf nationaler Ebene. Zum Beispiel war Ruanda (!) 2008 das erste Land, das Plastiktüten verboten hat. Kenia und Frankreich zogen nach. Auch die EU hat in den vergangen Jahren verstärkt Vorschriften erlassen, die von den Nationalregierungen umgesetzt werden müssen. Um wirklich etwas zu bewegen, gilt es Staaten wie China mit ins Boot zu holen. Hier gilt es Anreize für ein ökologisches Umdenken zu schaffen.

Aus dem Auge, aus dem Sinn: Fakten rund um das Thema Wasserverschmutzung 

 

7,5 Milliarden Menschen produzieren täglich über zwei Millionen Tonnen Abwasser sowie industrielle und agrarwirtschaftliche Abfälle. Diese werden in die Gewässer unseres blauen Planeten geleitet. Bereits heute ist die Wasserverschmutzung ein weltweites Problem mit gravierenden Folgen. Wassermangel, Hygieneprobleme oder schlichtweg eine verunreinigte Quelle des wichtigen Lebenselixiers – drei Prozent aller Todesfälle sind noch heute auf diese Gründe zurückzuführen. Krankheiten wie Malaria oder Cholera verbreiten sich rasant und verursachen schwerwiegende gesundheitliche Probleme. Doch nicht nur in Entwicklungsländern hat die Verschmutzung und der Mangel von Wasser erhebliche Folgen. Mit der Industriellen Revolution entstanden weltweit zunehmend schwer abbaubare, giftige Abwässer. Eisen- und Bergwerke leiteten beispielsweise Cyanide und Schwermetalle in das Wassersystem. Die chemische Industrie setzte Salze, Farbstoffe sowie neuartige und giftige organische Chemikalien frei.

 

Als am 22. Juni 1969 in Ohio der Cuyahoga River brannte, veranlasste dies 20 Millionen Menschen beherzt zu demonstrieren. Am 22. April 1970 fand schließlich der erste Earth Day statt und der Kampf gegen Umweltverschmutzung begann. Zwei Jahre später verabschiedete die US-Regierung schließlich mit dem Clean Water Act ein Gesetz zur Reinhaltung von Gewässern. In Deutschland wurde bereits im Jahre 1957 ein Wasserhaushaltsgesetz erlassen, das 1976 durch eine Novelle zum Gewässerschutzgesetz umgewandelt wurde. Doch in Entwicklungs- und Schwellenländern herrscht die industrielle Wasserverschmutzung weiter vor. 

 

Auch die Luftverschmutzung wirkt sich negativ auf die Gewässerqualität aus. Schwefel- und Stickstoffoxide bilden mit Wasser Säuren, die schließlich zum Sauren Regen führen. Die Folgen sind beispielsweise fischlose Seen und geschädigte Bäume. In der Landwirtschaft sorgen hingegen künstliche und tierische Dünger für eine erhebliche Belastung. In Deutschland liegen die Nitratwerte im Grundwasser nach wie vor bei über der Hälfte der offiziellen Überwachungsmessstellen über dem Grenzwert für Trinkwasser. Durch Ackerbau tragen zudem Ammoniakemissionen zur Versauerung bei.  Ein anderer Aspekt der Wasserverschmutzung ist das Eindringen von Pestiziden. Der Kreislauf des Wassers mündet schließlich in den Ozeanen unseres Planeten. Die künstlich zugeführten Nährstoffe regen die Algenproduktion massiv an. Meerestiere können diese jedoch nicht mehr in ausreichenden Mengen fressen. Abgestorbene Algen verbrauchen so den ohnehin spärlichen Sauerstoff im Tiefenwasser. Die durch Überfischung bedrohten Muscheln und Garnelen sterben ab, andere Fische verlassen die betroffenen Gebiete – das Resultat sind sogenannte tote Zonen

 

Im Alltag sorgen zudem der Reifenabrieb, Auftausalze und Öle in Straßenabwässern für eine Belastung. Neben einer regelmäßigen Verschmutzung bleiben vor allem Unglücksfälle und Katastrophen wie der Brand der Bohrplattform Deepwater Horizon im Golf von Mexiko in negativer Erinnerung. Nachdem am 20. April 2010 schwerer Versäumnisse das Sinken der Plattform verursachten, führte das ausströmende Öl schließlich zur Ölpest im Golf von Mexiko, der schwersten Umweltkatastrophe dieser Art in der Geschichte.

Collective Impact  – nur gemeinsam sind wir stark

 

Viele gemeinnützige Organisationen sehen sich als Einzelkämpfer und setzen häufig nur auf ihre eigenen Konzepte und Lösungsansätze. Damit haben sie eine zumeist nur isolierte Wirkung. 

Collective Impact ist das genaue Gegenteil im Nonprofit-Bereich. Verschiedene Organisationen aus unterschiedlichen Sektoren schließen sich zur Erreichung eines zuvor definierten gemeinsamen Zieles zusammen und stimmen die Maßnahmen zur Erreichung ab. Auf diese Weise bündeln sie ihre Kräfte und stärken ihre Einflussmöglichkeiten. Das Konzept  basiert auf dem Grundsatz dass nur das gemeinsame Wirken von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zu grundlegendem Wandel traditioneller gesellschaftlicher Systeme führt. Im Gegensatz zu normalen Netzwerken sind Collective Impact Initiativen sektorenübergreifender, formalisierter und institutionalisierter. Sie arbeiten zudem an der Lösung eines ganz konkreten Problems.

 

So auch bei der Umweltverschmutzung durch Plastikmüll. Zwar sind es nicht allzu viele – dafür lassen die einzelnen Akteure allerdings aufhorchen. Als bedeutendstes Beispiel ist hier die New Plastics Economy der Ellen MacArthur Foundation zu nennen. Sie vereint namhafte Global Player wie Coca Cola, MARS oder Danone mit politischen Entscheidern und anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen wie der MAVA Foundation. Ziel ist es Impulse für ein langfristig funktionierendes Kunststoffsystem zu geben, das auf dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft beruht. Langfristig gesehen soll es zu einem grundlegenden Systemwechsel kommen. Als großen Erfolg verbucht die Initiative, dass sich 15 bedeutende internationalen Unternehmen verpflichtet haben, alle Kunststoffverpackungen bis 2025 wiederverwendbar, recycelbar oder kompostierbar zu machen.


Weitere Collective Impact Initiativen im Bereich Plastikmüll sind der Plastic Solution Fund und die Trash Free Seas Alliance.

Vermeintlich praktisch und doch schädlich: PET-Flaschen und ihre Nachteile für Mensch und Umwelt  

 

Wasser ist ein bedeutungsvolles Lebenselixier – das kühle Nass frischt unsere Zellen auf und ist nachweislich eine wichtige Quelle der Gesundheit. Gehirn, Schleimhäute, Verdauung und Nieren – unsere Organe würden ohne dieses wichtige Naturprodukt erheblichen Schaden nehmen. Pro Jahr trinken wir Deutschen im Durchschnitt rund 140 Liter Wasser. Seit den 1990er-Jahren greifen viele Bundesbürger neben der klassischen Glasflasche auf Mehrwegplastikflaschen zurück. Die sogenannten Polyethylenterephthalat-Flaschen, geläufiger PET, haben den Markt nachhaltig beeinflusst und verändert. Mit einem Fassungsvermögen von beispielsweise 0,5 oder 1,5 Litern gelten sie als besonders praktisch. Gerade unterwegs werden die Behälter gerne genutzt, da sie bruchsicher und besonders leicht sind. Der Durst auf Wasser, Säfte, Schorlen oder andere Softdrinks kann zwischendurch problemlos gestillt werden. 

 

Was viele jedoch nicht wissen – bei längerer Lagerung gibt PET Mikroplastiken in die Flüssigkeit ab. Die Konzentrationen der Substanzen sind zwar niedrig, sodass sie nicht direkt gesundheitsgefährdend sind. Aus umwelttechnischen Gesichtspunkten sind die Kunststoffflaschen jedoch weitaus bedenklicher. Knapp 2 Liter Erdöl werden benötigt, um 15 PET mit einem Fassungsvermögen von einem Liter herzustellen. Sind die Flaschen erst einmal in Umlauf, können sie im Schnitt je nach Materialdichte und Stabilität zwischen zehn und fünfundzwanzig Mal wiederverwendet werden. Mehrwegflaschen, die Limonade enthalten haben, eignen sich jedoch beispielsweise nicht mehr zum Befüllen mit Wasser. Trotz Pfandpflicht werden in Deutschland zudem viele Flaschen nach dem Gebrauch achtlos weggeworfen. Das Aufbewahren und Zurückgeben der leeren Einzelflaschen am Automaten schreckt leider immer noch viele Verbraucher ab. Zudem stehen Textilfasern aus recycelten PET-Flaschen im Verdacht, durch Abrieb beim Waschen erhöht Plastikmikropartikel abzugeben. Diese werden in Kläranlagen nicht zurückgehalten und gelangen so über das Abwasser ins Meer. 

 

Wer bewusster Leben und einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Umwelt leisten möchte, sollte beim Kauf von Getränken darauf achten, auf Glasflaschen zurückzugreifen. Im Büro sind zudem Wasserspender von Water at Work eine tolle Alternative, um Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner mit frischem, gesundem Tafelwasser zu versorgen. Die Geräte veredeln Leitungswasser durch die Filterung, Kühlung und (bei Bedarf) Zusetzung von CO2. Die Markenfilter stammen dabei aus dem klinischen Bereich und entfernen zuverlässig Verunreinigungen durch Bakterien, Keime, Medikamente, Nitrate, Pestizide, Schwermetalle oder Mikroplastik sowie jegliche Geruchs- und Geschmacksbeeinträchtigungen.

Plastik reduzieren im Alltag und Büro leichtgemacht


Das Plastik unserer Umwelt schadet, rückt immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Die größte Müllkippe unseres Planeten ist für unsere Augen gut versteckt und war somit fast aus dem Sinn gestrichen. Etwa 75 Prozent der bis zu zehn Millionen Tonnen Müll, die jährlich in die Meere gespült werden, besteht aus Kunststoff. Die Folgen für unser Ökosystem und die Tiere sind katastrophal, denn der Plastikmüll zersetzt sich durch Salzwasser und die Sonne nur langsam. Dabei werden gefährliche Inhaltsstoffe freigesetzt, die sich in der Nahrungskette anreichern und Meerestieren nachhaltig auf unterschiedlichen Wegen schaden. Viele von ihnen sterben am Ende qualvoll. Auch tausende Seevögel verenden, weil sie Plastik mit natürlicher Nahrung verwechseln. 

Diesem Negativtrend kann bereits im Alltag mit kleinen Maßnahmen entgegengewirkt werden, die jedoch eine große, positive Wirkung haben. Anstatt im Supermarkt um die Ecke einzukaufen, bei dem man Plastikverpackungen nur schwer umgehen kann, empfiehlt es sich seine Einkäufe in "Unverpackt"-Läden zu erledigen. In vielen größeren Städten gibt es diese bereits – wer auf dem Weg nach Hause auf die innovative Einkaufsmöglichkeit stößt, sollte nicht lange zögern. Mitgebrachte Behälter werden hier zur ökologisch wertvollen Verpackung. Wer einen solchen Laden nicht in der näheren Umgebung hat, kann im Internet fündig werden. Zero-Waste-Läden verschicken ihre Waren beispielsweise in bereits benutzten Kartons. Führt einen der Weg doch in den klassischen Supermarkt, helfen mehrfach verwendbare Tragetaschen und der Kauf von losem Gemüse sowie Obst. Eine nicht zu unterschätzende Quelle von Plastikmüll sind zudem Kaffeekapseln. Wer das „schwarze Gold“ viel und gerne trinkt, sollte über den Kauf eines Vollautomaten nachdenken oder auf die bewährte Kaffeepresse zurückgreifen. 

 

Auch im Arbeitsalltag kann man an Plastik sparen und auf die Umwelt achten. Wer beispielsweise auf dem Weg zum Büro oder dem nächsten Termin sein Heißgetränk gerne To-Go bestellt, sollte mit einem eigenen Becher vorsorgen. Viele Cafés verkaufen die trendigen und ökologischen Behälter sogar selbst und freuen sich über Kunden, die mitdenken. Soll es doch lieber ein Softdrink, eine leckere Schorle oder das klassisch erfrischende Wasser sein, gilt das Motto: Mehrweg statt Einweg und Glas vor PET. 


Wer im Einkauf der Firma sitzt, kann zudem bei der Materialbeschaffung mit Köpfchen agieren. Als Alternative zu Klarsichthüllen oder Plastikheftern gibt es schöne Kartonmappen aus Recyclingmaterial. Statt Kugelschreibern kann sich zudem der gute, alte Bleistift bewähren. Auch mit einem USB-Stick oder Anspitzer aus Holz lässt sich die Umwelt schonen. Unternehmen, denen das Wohl der Mitarbeiter am Herzen liegt, können zudem beim Kauf von Kaffeevollautomaten und Tafelwasser einen wichtigen Beitrag zum Schutz unseres blauen Planeten leisten. Das Unternehmen Coffee at Work aus Witten ist nicht nur für Kaffee in Gastro-Qualität bekannt. Neben Kran und Flasche hat der Familienbetrieb mit water at work eine hervorragende Option zur Versorgung mit Tafelwasser geschaffen: das wohlschmeckende und frische kühle Nass ist wie sein leckeres schwarzes Heißgetränk-Pendant zu einem monatlichen Pauschalpreis inklusive Service zu erhalten – ohne Vertrag oder Mindestlaufzeiten. Das faire, ganzheitliche Konzept von water at work bietet dabei ein All-Inclusive-Paket aus einer Hand. Beim absolut vertragsfreien System entstehen auch keinerlei sonstige Investitionskosten. Die in Europa produzierten Tafelwassergeräte aus Edelstahl sind in zwei Größen verfügbar. Das Modell „W1“ versorgt bis zu 45 Mitarbeiter und Gäste täglich. Bei bis zu 90 Personen kommt das „W2“ zum Einsatz. Die innovativen und modernen Spender sind flexibel installierbar und einfach zu handhaben.

Gummi, Spülschwämme und Steckdosen: Was ist überhaupt Kunststoff?


Ob Kugelschreiber, Handyhülle, die Tastatur des Computers oder die klassische Butterbrotdose: Die Verwendung von Kunststoffen hat sich in unserem Alltag fest etabliert. Überall wo man hinsieht, sind Produkte im Gebrauch. Doch was ist Kunststoff überhaupt, woraus bestehen unsere täglichen Gebrauchsgegenstände und wie werden diese eigentlich hergestellt? Darüber machen sich nur wenige Menschen Gedanken. 

 

Gehen wir zurück in das Jahr 1839: Der Amerikaner Charles Goodyear fand heraus, dass Kautschuk, welches schon im 17. Jahrhundert entdeckt wurde, bei der Erhitzung und in Kombination mit Schwefel formbar ist. Der Belgier Leo Hendrik Baekeland experimentierte viele Jahre später mit Phenol und Formaldehyd und stellte so Bakelit, den ersten vollsynthetischen elastischen und hitzebeständigen Kunststoff, her. Dieser stellte sich schnell als Vorteil für einige Industriezweige heraus und wurde von da an in großen Mengen produziert. Die moderne Kunststoffindustrie war geboren. Um etwa 1950 wurde weltweit jährlich rund 1 Millionen Tonnen Kunststoff verwendet. 50 Jahre später waren es bereits 200 Millionen Tonnen. Heute wird Kunststoff aller Art als Plastik bezeichnet. Es ist bisher das einzige Material, das leicht, bruchfest, elastisch, temperaturbeständig und in unterschiedlichen Härtegraden zugleich herstellbar ist. Generell wird Plastik in vielen Schritten aus dem begrenzten Rohstoff Erdöl hergestellt. Mithilfe von Synthese-Verfahren werden mehrere Bausteine (Monomere) zu Ketten zusammengesetzt (Polymere). Die Wahl des Synthese-Verfahrens entscheidet am Ende über die Merkmale des späteren Plastik-Produktes.

 

Grundsätzlich gibt es drei unterschiedliche Formen von Plastik: Plastikbecher bestehen beispielsweise aus der Kunststoffform Thermoplaste. Das Material ist sehr flexibel und kann durch den Einsatz von Hitze in beliebige Formen verändert werden. Das Steckdosengehäuse hingegen ist aus Duroplaste hergestellt und kann nur einmal erhitzt und verformt werden. Dieser Kunststoff ist meist hart und spröde. Wer sich in der Küche umschaut, findet bei den Spülschwämmen das nächste Produkt – denn die Putzhilfen bestehen ebenfalls aus elastischem und von Hand biegsamem Kunststoff, dem sogenannten Elastomere. 

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